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#Schniedersitzt!

Stuhlfabrik Schnieder legt Broschüre zum prophylaktischen Brandschutz auf

Brandschutz in der Gastronomie

Der vorbeugende bauliche Brandschutz ist immer wieder ein Thema in der Gastronomie. Viele Gastronomen sind verunsichert, ob und welche Vorschriften sie erfüllen müssen. Das Thema ist komplex, da es von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt ist. Die Versammlungsstättenverordnung sowie die Technischen Regeln für Arbeitsstätten sind beispielsweise Vorschriften, die es zu beachten gilt.

Als Faustregel ist der vorbeugende Brandschutz in öffentlichen Versammlungsräumen ab einer Personenzahl von 200 gefragt. Es betrifft beispielsweise große Gesellschaftsräume und Shoppingmalls, in denen Cafés und Restaurants angesiedelt sind. Insbesondere auf Möbeln und Einrichtungsgegenständen in Fluchtwegen liegt dabei das Augenmerk. Aber auch in kleineren Gastronomien sind Brandschutzmaßnahmen sinnvoll, denn sie schützen das Leben der Gäste und das Inventar. Trifft man entsprechende Vorsorge, bieten auch einige Versicherungen besondere Tarife mit geringeren Prämien an. Auch wenn die 200er Personengrenze unterschritten wird, ist es möglich, dass Brandschutzbeauftragte nach einem Brandschutzkonzept für die Möbel fragen.

Reinhard Grell zum Thema Brandschutz
Prof. Reinhard Grell ist Gesellschafter der Stuhlfabrik Schnieder und Dekan an der Hochschule OWL

Prof. Reinhard Grell: Brandschutzes gerecht werden

Prof. Reinhard Grell; Dekan an der Hochschule OWL und Gesellschafter der Stuhlfabrik Schnieder: „Mit unseren individuellen Möbeln haben wir vielfach ausgezeichnete Möglichkeiten abseits von Großserien den Anforderungen des Brandschutzes gerecht zu werden. Genauso individuell wie die Möbel fällt bei uns das Brandschutzkonzept aus.“

Freie und ausreichend breite Fluchtwege sind das A&O. Möbel sind hier besonders betroffen: Die Norm DIN 66084 „Klassifizierung des Brandverhaltens von Polsterverbünden“ und nicht wie fälschlicherweise oft angefragt die Norm DIN 4102-1 bzw. die Norm DIN EN 13501-1 (gültig ab 01.2010) gibt hierzu Auskunft. Ein Polsterstuhl etwa kann nach drei verschiedenen Brandschutzklassen geprüft werden: Die einfachste Prüfung ist die DIN EN 1021-1, die verlangt, dass eine brennende Zigarette eigenständig auf dem Polsterbezug verglimmt. Um die DIN EN 1021-2 erfolgreich zu bestehen, müssen Polsterbezug und Polster der Einwirkung eines Streichholzes oder einer vergleichbaren Gasflamme als Zündquelle widerstehen. Die schwierigste Prüfung bezeichnet die DIN EN 54341. Hier wird ein brennendes, mit Luft gefülltes Papierkissen auf den Polsterverbund gelegt. Welche Norm davon zum Tragen kommt, hängt von der zu erwartenden Gefährdung ab.

„Um den leichtesten Test mit der brennenden Zigarette zu bestehen, reicht schon ein geeigneter Bezugstoff, wie etwa Trevira CS“, weiß Prof. Grell. „Es gibt zudem auch schwer entflammbare Schäume. Man muss sich vorstellen, dass sich ein verflüssigter Schaum wie brennendes Öl verhält und wesentlich zur Brandausbreitung beiträgt. Zusätzlich kann man ein Glasfaservlies unter einem Polster anbringen, um die Entflammbarkeit zu verringern“.

Doch nicht nur Flammen stellen ein Problem dar. Gefährlicher sind frei werdende Kohlenmonoxide, die zum Erstickungstod führen. Daher ist auch die Rauchentwicklung ein wichtiges Kriterium. Zur Klassifizierung eines Stuhlgestells aus Holz ist die Materialstärke ausschlaggebend. Bei fest eingebauten Sitzgruppen gibt es noch höhere Anforderungen. Hier müssen die einzelnen Bauteile schwer entflammbar sein. Mehr Informationen zum Thema enthält die Broschüre „Brandschutz“, die bei der Stuhlfabrik Schnieder unter info@schnieder.com, Stichwort „Brandschutz-Broschüre“ angefordert werden kann.

Wie kann ein Möbel zur Brandschutzprävention beitragen, Brandschutz
Die Stuhlfabrik Schnieder hat eine Broschüre zur Brandschutzprävention aufgelegt

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