| Gastronomiemöbel seit 1918

#Schniedersitzt!

Design oder nicht sein. Die Schnieder Produktentwicklung.

Jeder, der sein Restaurant, sein Café oder sein Casino neu einrichtet, hat große Erwartungen an seine Einrichtung. Schön muss sie sein, bequem und vor allem einladend, gemütlich, einzigartig und besonders. Wir wären nicht Schnieder, wenn wir bei unserer Produktentwicklung schon damit zufrieden wären. Viele unserer Kunden richten sich mit uns nicht nur für Jahre ein, sondern oft für Jahrzehnte. Wir kennen sogar Stühle, auf denen wird nach fast einhundert Jahren noch gesessen und gefeiert.

Schnieder Produktentwicklung

Nachhaltige Produktentwicklung

Darum sehen wir in der Produktentwicklung eine große Verantwortung. Angefangen bei dem Material, das wir nachhaltig wählen und aus diesem Grund meistens auf Holz basiert. Das ist ein regionaler Werkstoff der CO2 bindet und nicht zuletzt: Wir lieben Holz, weil wir das können. Aber auch beim Beizen, Lackieren und Leimen achten wir auf Nachhaltigkeit, ebenso wie bei unseren Stoffen und Polstern.

Zu allererst ist unser Design aber das Versprechen, Einrichtungen zu schaffen, in denen sich die Gäste wohlfühlen und die schöne Stunden versprechen. Aber wir wissen auch, dass wir nicht modisch und kurzlebig sein wollen, sondern zeitlos, klassisch und modern.

Produktentwicklung Stuhlfabrik Schnieder
Schnieder Produktentwicklung, Stühle, Tische, Sessel, Hocker, Thekenstühle, Bänke.

Stabilität und Langlebigkeit

Die Form folgt der Funktion – und genau diese Funktion ist bei uns eine andere als beim Küchenstuhl zuhause. Auf unseren Möbeln wird getratscht, gegessen, gefeiert, gepoltert und geheiratet. Wer richtig feiert, der tanzt auf Tischen und Stühlen, Bänken und Hockern – wir wissen das, wir lieben das und konstruieren danach. Aber bei aller Anforderungen an Stabilität und Langlebigkeit wissen wir, dass unsere Möbel auch bewegt werden müssen – gehoben, geschoben, gestapelt und gelagert. Aus den Erfahrungen von rund einhundert Jahren, kennen wir genau die Stärken, die nötig sind und die zu viel sind. Wir wissen, welche Verbindung über Jahrzehnte hält und welche Oberfläche pflegeleicht und langlebig ist. Aber auch wenn wir schon viel Erfahrung haben, testen und probieren wir es bei jedem neuen Produkt aus. Wir belasten unsere Möbel 1000fach und stapeln sie in luftige Höhen. Erst wenn wir danach zufrieden sind, wird es ein echtes Schnieder-Möbel.

Darum dauert es oft Monate oder manchmal auch Jahre bis wir mit einem Produkt zufrieden sind und es den Weg in unser Programm findet. Und selbst da ist es nie endgültig, denn jede Einrichtung von Schnieder ist individuell für unseren Kunden gestaltet. Er bestimmt Farben, Polster und Oberflächen und gestaltet seine Einrichtung mit unseren Beratern vor Ort und unseren Innenarchitekten genauso wie er das wünscht. Selbstverständlich liefern und montieren wir mit unseren eigenen Monteuren.

Produktentwicklung Stuhlfabrik Schnieder 2019 12
Gastronomie-Stühle, Produktentwicklung, Stuhlfabrik Schnieder

Schnieder Design

Und wenn dann bei der Einweihung das Haus das erste mal voll ist, wenn getratscht, gegessen, gefeiert und vielleicht sogar auf Tischen und Stühlen getanzt wird, ist da etwas entstanden, das uns gefällt. Dann nennen wir es Schnieder Design. Schnieder sitzt!

Nachhaltigkeit in der Stuhlfabrik Schnieder

Nachhaltigkeit ist ein hoch aktuelles Thema. Nur bei uns ist es nicht neu – bei uns ist es historisch. Das Beste, was wir für unsere Umwelt tun können, ist unsere hohe Qualität. Nachhaltigkeit ist zuerst Haltbarkeit. Denn letzten Endes ist das Produkt, das am längsten hält, das Produkt mit den meisten Einsparungen bei Ressourcen, Abfall, Plastik, Energie und CO2. Immer wieder begegnen uns Stühle aus unseren ersten Tagen – und das ist jetzt rund 100 Jahre her. Das macht uns stolz und zeigt, dass wir vieles richtig machen. Holz ist einer der wenigen Rohstoffe, die im Alter schöner werden – dessen Patina Geschichten erzählt und für Gemütlichkeit sorgt. Unsere Holzmöbel ersetzen Kunststoff, das spart Plastik. Langlebigkeit ist daher für uns eine Verpflichtung. Und wer aus Holz baut, bindet CO2.

Es kommt daher nicht selten vor, dass wir unsere Stühle nach Jahren wieder aufbereiten, mit neuen Produkten kombinieren und wieder in neue oder renovierte Gastronomien integrieren. Das geht besonders gut, weil wir fast alles selber machen. Wir sägen, leimen, beizen, lackieren, polstern, verpacken und montieren bei Schnieder selbst, wir bilden selbstverständlich auch aus. So verstehen wir Nachhaltigkeit. Darum sind wir in der Lage, jedes Projekt so perfekt und umweltfreundlich wie möglich zu realisieren.

Interview Reinhard Grell:

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Verpackungsmüll

Generell ist die eigene Arbeit für uns ein Schritt zur Nachhaltigkeit. Denn wir verpacken unsere Einrichtungen nicht in Folie sondern in Decken, die unsere Monteure nach der Montage wieder mitnehmen und solange verwenden, wie es geht. So entsteht kein Verpackungsmüll – einfach gar keiner.

Beladen des LKWs – Verpacken von Gastronomiemöbeln

Auch in der Produktion waren wir auf der Suche nach unnötigen Plastik und Kunststoffen. Kein leichter Job, denn wir leben Holz, als Werkstoff, als Werkzeug, als Einrichtung. Kunststoff setzen wir nur da ein, wo wir sicher sind, die Haltbarkeit unserer Einrichtungen zu optimieren. Wir sind immer bemüht, so viel wie möglich unserer Rohstoffe zu nutzen und zu verarbeiten. Wenn aber – und das lässt sich leider nicht vermeiden, sich doch etwas nicht verwenden lässt oder etwas abfällt, kommt es bei uns nicht in den Müll, sondern in die Heizung. So nutzen wir unsere Rohstoffe wirklich bis zum letzten Gramm.

Möbel aus Holz

Trotzdem fragt man sich: „Um Möbel aus Holz zu bauen, muss man ja Bäume fällen, wie kann das gut sein?“ Das kann es nicht nur, das ist es. Heute und in der Zukunft wird aufgrund des Klimawandels viel Holz verfügbar sein. Zum einen durch Stürme, aber leider auch durch Trockenheit und Krankheiten. Überlässt man dieses Holz sich selbst, würde es verfaulen und damit sein gesamtes CO2 freisetzen. Trocknet man es, um es weiter zu verarbeiten, bleibt das CO2 gebunden, bei uns für Jahrzehnte. Und selbst am Ende seiner Lebenszeit kann Holz noch als Energieträger verheizt oder kompostiert werden. Jedes Holzprodukt ersetzt zudem ein Produkt aus Plastik, das schwer recycelt und gar nicht kompostiert werden kann.

Gastronomiestuhl "Stuhl Nr. 750"
Stuhl Nr. 750 Limitierte Jubiläumsedition

Viel lieber aber nutzen wir das Holz für unsere Möbel. Ein Stuhl kann bis zu 10 kg CO2 speichern und das über Jahrzehnte. Die Wegwerfmentalität ist uns daher zu wider. Darum machen wir Möbel für Generationen, die sehr, sehr lange funktionieren. Aber auch vor den Toren von Schnieder sehen wir uns in der Verantwortung. Schon immer waren wir auf der Suche nach regionalen Hölzern für unsere Möbel. Der Klimawandel stellt aber auch unsere Wälder vor große Aufgaben. Wir brauchen mehr Mischwälder und Hölzer, die sich mit den neuen Umständen zu Recht finden. Wenn wir Ihnen also zum Beispiel die Buche zeigen, dann tun wir das in der Absicht, einen Baum zu fördern, der ökologisch immer wichtiger für uns wird. Unsere Liebe gilt aber natürlich jedem Holz.

Die neuen Regeln zur Nachhaltigkeit sind bei uns nicht neu, sie sind ein Selbstverständnis – seit über 100 Jahren – für uns Menschen, für das Material und besonders für die Natur.

Nachhaltigkeit

„Um Möbel aus Holz zu bauen, muss man ja Bäume fällen, wie kann das gut sein?“

Das kann es nicht nur, das ist es.

Heute und in der Zukunft wird aufgrund des Klimawandels viel Holz verfügbar sein. Zum einen durch Stürme, aber leider auch durch Trockenheit und Krankheiten. Überlässt man dieses Holz sich selbst, würde es verfaulen und damit sein gesamtes CO2 freisetzen. Trocknet man es, um es weiter zu verarbeiten, bleibt das CO2 gebunden, bei uns für Jahrzehnte. Und selbst am Ende seiner Lebenszeit kann Holz noch als Energieträger verheizt oder kompostiert werden. Jedes Holzprodukt ersetzt zudem ein Produkt aus Plastik, das schwer recycelt und gar nicht kompostiert werden kann.

Limitierte Jubiläumsedition, Stuhl 750
Nachhaltigkeit im Möbelbau, Stuhl Modell 750

Die neuen Regeln zur Nachhaltigkeit sind bei uns nicht neu, sie sind ein Selbstverständnis – seit über 100 Jahren – für uns Menschen, für das Material und besonders für die Natur.

Gastronomieeinrichtung

Gemütlichkeit nach Maß

Knallige, auffallende Farben in Form unseres Sessels Tina, gepaart mit Säulentischen aus Massivholz, machen diese Gastronomieeinrichtung zu einem echten Hingucker. Die nach Maß angefertigte Bank aus Eiche passt sich ideal dem Raum an und fügt sich in das individuelle Raumkonzept ein.

GastronomieeirnichtuCafé Extrablatt Lüdinghausen
Gastronomieeirnichtung Café Extrablatt Lüdinghausen
Sessel Tina 12518-1, Tisch 30536, Bank Maßanfertigung Grundmodell 40911
Gastronomieeinrichtung  Café Extrablatt Lüdinghausen
Inneneirnichtung Café Extrablatt Lüdinghausen
Hocker Train 10779, Stehtisch Maßanfertigung Grundmodell 30590

Verliebt in Details

Mit unseren ganzheitlichen Raumkonzepten entstehen Orte, die Atmosphäre schaffen und zum Verweilen einladen. Der maßgefertigte Stehtisch mit einer Höhe von 95 cm in Kombination mit den Hockern Train 10779 in Midi-Höhe formieren sich zu dem zentralen Punkt im Raum. Der Sessel Amadeo und die passende Bank mit Rautensteppung aus Leder runden das Bild ab. Wenn Gäste zu Stammkunden oder gar zu Freunden werden, dann haben auch wir unser Ziel erreicht – Wohlfühlen schaffen!

Einrichtung Café Extrablatt Lüdinghausen
Einrichtung Café Extrablatt Lüdinghausen
Sessel Amadeo 12506, Tisch 30536, Bank 40869 mit Rautensteppung

Stuhlfabrik Schnieder fertigt Stühle aus Esche – Tradition trifft auf Moderne

Aus der Not eine Tugend machen und noch etwas Gutes tun!

Mächtig und imposant kommt der bis zu 40 Meter hoch wachsende und bis zu 300 Jahre alt werdende Laubbaum in unseren Wäldern daher. Insbesondere in Auenwäldern und in feuchten Bachtälern ist die Esche eine häufig vorkommende Baumart, die zu den ringporigen Hölzern zählt. Nach Buche und Eiche gehört die Esche zu den wichtigsten einheimischen Laubhölzern.

Esche

Aktuell jedoch ist die Esche bedroht und vielerorts liegt ein massives Eschesterben vor. Die Rinde wird angegriffen, an einzelnen Ästen oder gar ganzen Teilen des Baumes werden keine Blätter mehr gebildet. Die überlebensnotwendige Photosynthese kann nicht mehr erfolgen. Die Folge ist schwerwiegend: der Baum stirbt ab.

Schuld daran ist ein winziger, unscheinbarer Pilz, der über Insekten in unsere Wälder gebracht wird und unter Botanikern als Hymenoscyphus pseudoalbidus bekannt ist. Der Esche fehlen Abwehrkräfte gegen den hier nicht heimischen Übeltäter, dessen Sporen auch über den Wind auf den Laubbaum getragen werden. Einen Schutz gegen diesen Krankheitserreger zu finden, ist gleichwohl langwierig als schwierig, da kaum Erfahrungen gegen den ursprünglich aus Asien stammenden Pilz und dessen Auswirkungen vorliegen. Oftmals sind große Flächen von dem Befall betroffen, weshalb eine Bekämpfung mit Fungiziden ausgeschlossen ist. In einigen Regionen werden Quarantänezonen errichtet, um den schwindenden Eschebestand zu schützen.

Was aber geschieht mit den bereits abgestorbenen Pflanzen? Die Stuhlfabrik Schnieder hat es sich zur Aufgabe gemacht, Strategien zur Begrenzung ökonomischer Einbußen zu entwickeln und den hochwertigen Rohstoff zu nutzen, um somit CO2 langfristig zu speichern. Mit der Herstellung von Stühlen aus Esche nutzt das in Lüdinghausen ansässige Unternehmen die inländige Wertschöpfung optimal.

Stuhl Torge 11427, Gestell Esche massiv

Die Vorteile von Eschenholz als Werkstoff liegen auf der Hand: Esche ist ein ringporiges, sehr strukturreiches und dekoratives Holz mit farblicher Variabilität von weißlich über oliv bis braun. Das harte und elastische Material ist leicht und sauber zu bearbeiten. Es lässt sich gut biegen, messern, schälen, drechseln und verleimen. Charakteristisch für Eschenholz ist die auffällige Markierung; die Jahresringe treten deutlich hervor. Auf den Längsflächen erscheinen die weiten Frühholzgefäße als Porenrillen. Infolge dieser Ringporigkeit ist die Esche markant strukturiert mit auf den Tangentialflächen dekorativ gefladerter und auf den Radialflächen streifiger Zeichnung. Das gebeizte Holz ist aufgrund dieser vielfältigen Maserung nicht nur bei Möbelbauern, sondern auch bei den Kunden sehr beliebt.

Wenn in der Fertigung der Anspruch an Festigkeit und Elastizität gestellt wird, ist Eschenholz immer eine gute Wahl. Nicht ohne Grund wurde es schon vor Jahrhunderten zur Herstellung von Werkzeuggriffen, Sportgeräten und Kutschen genutzt. Esche ist dort, wo schlanke Querschnitte benötigt werden, beispielsweise im Gestellbau, durch seine Gradlinigkeit bei gleichzeitiger Flexibilität, von optimaler Nützlichkeit.

Die leicht skandinavische Anmutung des Holzes aufgrund seiner Farbe
kann durch die Wahl eines passenden Stoffes noch deutlicher in Szene
gesetzt werden.

Mehr denn je spielen in der heutigen Zeit Faktoren wie wirtschaftliche Sinnhaftigkeit, soziale Verträglichkeit und ökologische Notwendigkeit eine entscheidende Rolle. Aufgrund der Nutzung des heimischen Holzes wird langfristig ökonomisch und ökologisch gehandelt. Durch die Anschaffung eines solchen Möbelstückes wird CO2 gespeichert und nicht, wie beispielsweise durch Verbrennung oder Verrottung, in die Atmosphäre abgegeben. Der Gastronomiemöbelhersteller aus dem Münsterland ist erfahren in der Verarbeitung von Holz und vereint Nachhaltigkeit, ökologisches Engagement und handwerkliche Qualität – und das seit über 100 Jahren.

Schniedersitzt!

100 Jahre Stuhlfabrik Schnieder in Deutschland

 

„Wir kaufen schon lange keine Baumstämme mehr“

100 Jahre Stuhlfabrik Schnieder in Deutschland

Seit 1918 stellt die Stuhlfabrik Schnieder hochwertige Gastronomiemöbel Made in Germany her. Stühle, Bankanlagen, Tische, Barmöbel, Lounge- und Outdoormöbel und Accessoires werden am westfälischen Standort Lüdinghausen gefertigt. Trotz hohen Wettbewerbsdrucks aus dem Ausland hat es die Fabrik geschafft, in diesem Jahr ihr 100-jähriges Firmenjubiläum zu feiern. Wie wird man 100? Ein Interview mit Gesellschafter Reinhard Grell.

Wie schafft es ein Unternehmen in der heutigen Zeit, 100 Jahre alt zu werden?

Reinhard Grell: Zweifellos gehört eine Stuhlfabrik mit ihren Produkten zur „Old Economy“. Und doch liegen Tradition und Innovation sehr nahe beieinander. Denn wenn wir unser Programm nicht alle fünf Jahre erneuern, werden wir den 200sten Geburtstag nicht mehr erleben. Nicht viele Unternehmen der Möbelbranche werden 100 Jahre alt. Unser Erfolgsrezept besteht darin, dass wir alle Schritte vom Rohmaterial Holz über die Fertigung und den Vertrieb bis zur Montage beim Kunden in der Hand haben. Heute sind wir zwar kein Familienunternehmen mehr, aber wir verstehen uns aus der Tradition heraus als solches. Das gilt insbesondere für unsere Mitarbeiter, die mit Herzblut bei der Arbeit sind. Pflichtbewusstsein und konservative Werte prägen uns sowohl in der Produktion als auch bei Entscheidungen in der Geschäftsführung. Ideal ist es, wenn Investitionen aus dem Cash-Flow kommen.

Zentrale Erfolgsfaktoren sind aber auch die Leidenschaft und das fachliche Know-how – für den Werkstoff, die Gestaltung und auch die wirtschaftliche Komponente. Wir haben den Vorteil, dass wir das fachliche Wissen für Produktentwicklung, Controlling und Vertrieb durch die Gesellschafter Christian Hugot, Michael Merten und meine Person im Gesellschafterkreis vereint haben. Viele mittelständische Unternehmen glauben, sie können alles alleine. Wir holen uns bei Bedarf fachliches Know-how von außen dazu, denn neue Impulse sind enorm wichtig für unsere Weiterentwicklung.

 

Wer gehört zu Ihrem Kundenkreis?

Reinhard Grell: Wir sind überall präsent, wo gesessen und gegessen wird – von der Kantine bis zum Sterne-Restaurant. Zu unseren Kunden gehören Unternehmen, die die Verlässlichkeit sowie die Qualität unserer Produkte schätzen. Oft sind es Familienunternehmen, die den hohen Qualitätsanspruch mit uns teilen. Der Anteil unserer Stammkunden liegt nicht umsonst bei 80%. Das hat aber auch mit den Vertriebsmitarbeitern zu tun, die ihre Einrichtungsberatung ganzheitlich sehen und den Kunden Tipps zur Gestaltung des Bodens und der Wände geben, auch wenn es nicht ihre Kernaufgabe ist.

Unsere Vertriebsmannschaft Familienfest
Familienfest 100 Jahre Stuhlfabrik Schnieder, unsere Vertriebsmannschaft

Wir positioniert sich Ihr Unternehmen im Markt?

Reinhard Grell: Nach vielen Unternehmensschließungen in den vergangenen Jahren und insbesondere in 2017 müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass wir in unserem Marktsegment als Hersteller in Deutschland vermutlich alleine sind. Es gibt noch einige kleine Unternehmen, mit denen wir in Kontakt stehen, doch nach oben ist die Luft dünn geworden.

Die Möbelproduktion ist sehr personalintensiv, und die Stuhlherstellung ist dabei die personalintensivste Fertigung. Im Laufe der Jahre haben wir in moderne Technik investiert, was nicht zu einem Abbau, sondern zu einem Ausbau der Belegschaft geführt hat. Die Mitarbeiter werden nur anders eingesetzt, nicht mehr an der Schleifmaschine, sondern am PC zur Programmierung. Natürlich setzen wir uns mit dem Thema Industrie 4.0 auseinander. Den 3-D-Holzdruck gibt es bereits. Doch wenn wir irgendwann nur noch Daten und keine Ware mehr verschicken, sollten wir uns anders orientieren. Derzeit erleben wir eine Renaissance des Holzstuhls. Generell entscheiden sich die Deutschen eher für ein Sitzmöbel aus Holz als aus Plastik oder Stahlrohr. Daher werden wir uns weiterhin auf die Fertigung von Holzstühlen konzentrieren.

 

Wer ist Ihr Wettbewerb?

Reinhard Grell: Generell sind die Kunden heute viel besser informiert als vor 30 Jahren. Über soziale Medien und das Internet gilt es heutzutage, sich Informationen und Preise einzuholen, ohne sich direkt an einen Händler oder Hersteller zu wenden. Es gibt auch gute Hersteller im Ausland, wie Polen und Tschechien, die zweifellos ihr Handwerk verstehen.

 

Dennoch tut sich der Möbelhandel immer noch schwer über das Internet. Denn spezielle Fragen nach der Kompatibilität von Stuhl- und Tischhöhe, Härtegraden von Polstern oder Sonderbezügen bleiben meist unbeantwortet. Zudem lässt sich die Bequemlichkeit eines Stuhls nicht digital erfassen. Unsere Stärke ist, dass wir ganze Einrichtungskonzepte in Abstimmung mit dem Innenausbauer, Architekten oder Ladenbauer anbieten.

 

Welchen Veränderungen muss sich Ihr Unternehmen stellen?

Reinhard Grell: Gesessen wird immer. Daher werden wir auch noch in 20 Jahren Stühle bauen. Aber die Arbeit hat sich verändert und wird sich noch mehr wandeln. Früher wurden die Vertriebsmitarbeiter an ihren gefahrenen Kilometern gemessen. Das hat sich inzwischen drastisch reduziert. Die Produktion wird zunehmend über Computer gesteuert. Wir kaufen auch schon lange keine Baumstämme mehr ein, sondern direkt zu verarbeitende Schnitthölzer. Die Berufsbilder werden sich sicher noch stärker verändern. Vielleicht sind in 20 Jahren weniger Mitarbeiter in der Fertigung, dafür mehr am Rechner tätig. Dadurch können wir wiederum jungen Menschen interessante Perspektiven bieten. Wir brauchen junge, engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aber auch Ingenieure und Ingenieurinnen, um die Aufgaben der Zukunft anzugehen, denn vor uns liegen große Herausforderungen.

CNC Produktion Stühle Hocker
Stuhlfabrik Schnieder Produktion Stühle und Hocker

Besuchen Sie uns auf unseren Messen

Messe-Termine 2018

INTERGASTRA – Die ganze Welt des Gäste-Business
03. – 07.02.2018 – Stand Nr. 6D36

Der Mut, anders zu sein. Der Drang, etwas Neues auszuprobieren und sich als innovativeGastromesse zu positionieren. Das hat der INTERGASTRA einen Spitzenplatz unter den europäischen Fachmessen für Gastronomie und Hotellerie eingebracht! Hier können Aussteller wie Besucher aus dem Vollen schöpfen. Ihrer Phantasie freien Lauf lassen und große Vielfalt an Trends im Gastrobusiness erleben.

Besuchen Sie uns auf der Intergastra in Stuttgart
Besuchen Sie uns auf der Intergastra in Stuttgart

19. Nord Gastro & Hotel – 12. bis 13. Februar 2018
Stand 1B01

Die Fachmesse Nord Gastro & Hotel in Husum wird immer beliebter. Jährlich strömen rund 5.000 Branchenprofis auf die größte Fach- und Ordermesse in Schleswig-Holstein, um sich über neue Trends und Angebote zu informieren. Am 12. und 13. Februar 2018 präsentieren wieder 250 Aussteller auf insgesamt 8.000 m² Ausstellungsfläche ihre Produktneuheiten im Food- und Non-Food-Bereich. Der Fachbesucheranteil liegt bei 98 % und ermöglicht den Gastronomen und Hoteliers direkt mit Herstellern und Zulieferern ins Gespräch zu kommen. Neue Kontakte werden geknüpft, bestehende Geschäftsverbindungen gepflegt.

Nord Gastro & Hotel in Husum 12.02.2018 – 13.02.2018, Stand 1B01
Nord Gastro & Hotel in Husum 12.02.2018 – 13.02.2018, Stand 1B01 – Gastronomieeinrichtung

Internorga Hamburg 09. – 13.03.2018 – Halle 5, B5.405

Innovativ.
Inspirierend.
International.

Neue Konzepte. Neue Ideen.
Neue Technologien.

Neuland betreten – die INTERNORGA erwartet Sie auch 2018 wieder mit einer Welt voller  Inspiration und neuen Umsatzchancen für Ihren Betrieb. Visionäre Konzepte und richtungsweisende Innovationen werden auf über 100.000 Quadratmetern für Sie erlebbar.

Neben den Trends der Aussteller spiegeln Innovative Wettbewerbe, zukunftsweisende Themenspecials und die Kongresse im hochkarätigen Rahmenprogramm die Top-Themen der Branche wider.

Die Leitmesse für den gesamten Außer-Haus-Markt bietet an 5 Tagen alles, was ein erfolgreiches Unternehmen braucht. Bekannt als Quelle für visionäre Konzepte, ist die INTERNORGA auch 2018 wieder DER Hotspot für Profis und Entscheider aus aller Welt. Hier informiert man sich. Hier trifft man sich.

Als Katalysator für Trends und wichtigster europäischer Branchentreffpunkt ist die INTERNORGA ein Pflichttermin für Marktführer, Top-Entscheider und Newcomer aus Gastronomie, Hotellerie, Bäckereien und Konditoreien. Aussteller aus den Branchen freuen sich auf Sie:

  • Bäckerei- und Konditoreibedarf, Ladenbau
  • Kassensysteme, digitale Kommunikation, neue Technologien
  • Einrichtung und Ausstattung
  • Küchentechnik und –ausstattung
  • Nahrungsmittel und Getränke

Internorga Messe Hamburg 09. - 13.03.2018 - Halle 5, B5.405
Internorga Messe Hamburg 09. – 13.03.2018 – Halle 5, B5.405

Perfekte Funktion: Gastronomiesessel Erik

Komfortabel sitzen und bei Bedarf hochstapeln – mit dem Sessel Erik

Der Sessel Erik bietet hohen Sitzkomfort und lässt sich platzsparend stapeln. Das schlicht gearbeitete Stuhlgestell besteht aus Buchen- oder Eichenholz. Eine komplette Überpolsterung des Sitzrahmens und der Rückenlehne lassen lange gemütliche Abende zu. Die Armlehnen sind nicht nur praktisch, sondern unterstützen das moderne Design. Erik dient gerne als Restaurant – oder Hotelstuhl. Auch für die Saalbestuhlung ist das stapelbare Format ideal.

Der Sessel Erik – gehobenes Design für Ihre Gastronomie

Mit dem Sessel Erik geben Sie der Ausstattung Ihres Hotels oder Ihres Restaurants den letzten Schliff. Der Sessel zeigt sich von seiner designstarken Seite und ist zudem praktisch. Benötigen Sie weniger Bestuhlung, stapeln Sie die Sessel einfach übereinander und stellen die Stapel zur Seite.
Wahlweise ist der Sessel Erik in Buche- oder Eichenholz erhältlich. Der Sessel Erik schmiegt sich perfekt in Ihr vorhandenes Ambiente ein und lässt andere Stühle blass aussehen.

Massivholzsessel
Reizvolles Detail: abgewinkelte Armlehnen aus Massivholz

 

Gastronomiestuhl Made in Germany
Der passende Stuhl 11793 Stuhl Erik

Eiche oder Buche im Stuhlbau?

Stuhlbau: Klassiker versus Trendsetter

Die Buche ist das klassische Holz im Stuhlbau, weil sie viele Vorteile bietet: Sie ist in hoher Anzahl in heimischen Forsten verfügbar. Zusätzlich sind ihre Härte, Dichte und Struktur prädestiniert für den Gestellbau.

Stuhlbau Buche
Schnieder Stuhl Joris mit Buchengestell

Ebenmäßig oder zerstreutporiges Holz

Im Gegensatz zur Eiche ist die Buche ein zerstreutporiges Holz. Innerhalb des Jahrrings sind dichte und weniger dichte Strukturen gleichmäßig verteilt. Deshalb ist das Erscheinungsbild sehr ebenmäßig. Von daher sind auch feine Fräsarbeiten und saubere Schleifarbeiten bei der Buche kein Problem. Sehr dankbar verhält sich das Holz beim Einfärben in Kirschbaum oder Nussbaum. Aufgrund ihrer gleichmäßigen Struktur eignet sich die Buche auch hervorragend zum Biegen, beispielsweise für Stuhlrücken oder Armlehnen.

Hocker Barhocker Polsterhocker
Buche lässt sich exzellent einfärben – hier der Barstuhl 10656

Lebhafte Holzbilder bei der Eiche

In den letzten zehn Jahren ist die Eiche zum Trendholz im Möbelbau avanciert. Die Stuhlfabrik Schnieder baut heute 80 Prozent der Gastronomiestühle aus Eichenholz. Durch ihre lebhafte Struktur ist die Eiche nicht nur im Stuhlbau, sondern auch für Tischplatten sehr beliebt. Gebürstete Eiche-Oberflächen haben eine wunderbare Haptik. Wegen ihres Jahrringaufbaus mit Früh- und Spätholz wechseln sich verschiedene Dichten ab. Beim Einfärben kommt es so zu prägnanten Holzbildern.

Eiche Stuhlbau Trendholz
Stuhl Anne mit Sitzschale und Gestell aus Eiche

Spezielles Know-how in der Fertigung gefragt

Doch die Eiche fordert eine hohe Aufmerksamkeit in der Fertigung: Sie hat so genannte Holzstrahlen, die beispielsweise im Stuhlbau unerwünschte Bruchstellen bilden können. Um Eiche in hoher Qualität zu Stühlen zu verarbeiten, ist ein besonderes Know-how gefragt. Das fängt bereits bei der Produktentwicklung an und setzt sich bis in die Konstruktion fort. Bei Schnieder werden zusätzlich neue Stuhlmodelle in der Stuhlprüfmaschine einem Belastungstest unterzogen.

Sessel Carl Eiche massiv stapelbar
Sessel Carl mit massivem Eichengestell

Beim Stuhlkauf nach Belastungstest fragen

Für den Kunden ist es von außen nicht sichtbar, ob ein Eichenstuhl fachgerecht konstruiert wurde. Aber er kann im Verkaufsgespräch fragen, ob der Stuhl zum Beispiel nach DIN EN 1728 getestet wurde. Bei Schnieder werden in einer speziellen Vorrichtung je 100.000-mal die Sitzfläche eines Stuhls mit einem Gewicht von 100 Kilogramm und der Rücken mit einem Gewicht von 30 Kilogramm belastet. Nur wenn der Stuhl diesen Test besteht, wird er zum Verkauf frei gegeben.

Spielerisch schön: Gastronomiestuhl Tina

Gastronomiestuhl Tina voller Eleganz

Der neue Gastronomiestuhl Tina von Schnieder ist unbeschreiblich weiblich. Denn mit ihren geschwungenen Formen verbreitet Tina in jedem Café, Restaurant oder jeder Kantine eine spielerische Leichtigkeit. Tina sieht aus wie ein Schalenstuhl, ist es aber nicht. Vielmehr erhält sie ihre filigrane Silhouette durch ein dreidimensional gebogenes Rohr. Dabei besteht die Herausforderung darin, durch die Art der Biegung eine optimale Ergonomie mit hohem Sitzkomfort herzustellen. Außerdem ist Tina auch als Sessel mit geschwungenen Armlehnen zu haben.

Gastronomiesessel Tina elegant
Sessel Tina mit interessanter Stoff-Leder-Kombination

Leichtigkeit durch umspanntes Rohrgestell

Das Sitz-Gestell wird zunächst mit einem straff gespannten Unterstoff ummantelt. Anschließend kann es mit einem Wunschstoff aus der Schnieder Kollektion bezogen werden. Durch die Aufteilung des Polsters besteht die Möglichkeit, den Stuhl mit verschiedenen Bezügen zu versehen, zum Beispiel mit einer Kombination aus Stoff und Leder. Zum Ende der Fertigung wird das Untergestell mit dem Sitz verbunden. Dieses besteht wahlweise aus Eiche oder Buche und kann in jeder gewünschten Farbe lackiert werden. Auch Corporate Design Farben sind möglich.

Gastronomiesessell Tina leicht Design
Bequem und schön zugleich: Gastronomiesessel Tina

Hoher Sitzkomfort trotz filigraner Form

Der Gastronomiestuhl und der Sessel sind trotz ihres filigranen Erscheinungsbildes erstaunlich bequem. Ein weiterer Vorteil ist ihre Leichtigkeit. Die hochwertige Verarbeitung bis ins letzte Detail zeigt etwa an der Optik der Nähte.

Gastronomiestuhl elegant
Stuhl Tina mit leichter Silhouette

Möbelproduktion zum Anfassen

Neuer Stuhl aus der Möbelproduktion in Lüdinghausen

So sieht Möbelproduktion hautnah aus: Mittwoch 15.03.2017, noch zwei Werktage bis zur Internorga 2017 in Hamburg. Wie so häufig gilt der letzte Gang nach einem langen Bürotag der Produktion. Ein abschließender Blick auf die Möbelproduktion des Tages. Immer wieder spannend sind die unterschiedlichsten Kundenwünsche bei der Modellwahl, genauso wie bei der Wahl der Bezüge für Gastronomiestühle und Sessel. Hier noch ein prüfender Blick, dort noch mal mit dem Handrücken über die stumpfmatte Oberfläche gefühlt, es fühlt sich an wie unbehandeltes Holz, auf feinste glatt geschliffen. So kann der Gastronomiestuhl „Torge“ morgen an den Kunden raus gehen.

Rotierende Schleiftrommeln

Doch was sind das für Geräusche aus den weiteren Hallen? Der Maschinenraum ist noch hell erleuchtet. Die Durchlaufkopierfräse übertönt alle weiteren Maschinen. Schleiftrommeln rotieren, CNC-gesteuerte Portalfräsen winden sich mit ihrem Aggregat um die fest aufgespannten Werkstücke. „Das waren noch Zeiten in der Möbelproduktion, als aus dem Vierseitenhobel die rechtwinkligen Stuhlzargen nahezu endbearbeitet herauskamen. Zwei stirnseitig angefräste Rundzapfen, angeschlagen an dem doppelseitigen Zapfenfräser, waren der zweite und zugleich letzte Arbeitsgang vor dem Verleimen“ klärt mich der Maschinenführer belehrend auf. „An diesem neuen Modell, das wir auf der Internorga zeigen, ist ja keine parallele Seite, keine Kante steht im rechten Winkel, keine Bohrung gleicht der anderen.“

Handwerkliche Möbelproduktion, Gastronomieeinrichtung
Stabile Zapfenverbindungen

Vom CAD-Programm an die Fräsmaschine

Dabei blättert er in den überdimensionalen Zeichnungen, die alle Einzelteile in dem Maßstab 1:1 zeigen. Trotz der digitalen Übertragung von dem CAD-Programm direkt an die moderne Fräsmaschine sind bei derart großen Projekten Zeichnungen unerlässlich. Sonst verliert man bei der Vielzahl der Einzelteile schnell die Übersicht. Dabei besteht jeder einzelne Stuhl der neuen Serie nur aus acht einzelnen Massivholzteilen. Die Herausforderung bei diesem Entwicklungsprojekt besteht jedoch darin, dass die gesamte Stuhlfamilie aus vier Modellen, mit und ohne Armlehnen, sowie in den beiden Holzarten Eiche oder Buche gefertigt werden.

Unsere Kunden können somit aus 16 verschiedenen Ausführungen wählen. Hinzu kommt dann noch die individuelle Gestaltung der Stoffbezüge und der Holzfarbe.

Möbelproduktion handwerkliche Verbindungen Stuhl, Gastronomieeinrichtung
Die Stühle werden in handwerklicher Tradition gefertigt und sind dadurch äußerst stabil

Echte Alleskönner

Warum dieser Aufwand in der Möbelproduktion? Weil die „Neuen“ echte Alleskönner sind. Im Lastenheft haben wir unserem Designer Detlef Fischer eine ganze Latte an Anforderungen geschrieben:

  • Stapelbar mit bis zu 6 Stühlen übereinander; doch damit nicht genug: Auch die Armlehnensessel müssen das leisten.
  • Extrem hoher Sitzkomfort, durch hochwertige Gurtfederung bei gleichzeitig möglichst geringer Polsterhöhe.
  • Große Sitzbreite und Sitztiefe für zusätzlichen Sitzkomfort.
  • Unterschiedliche Rückenpolster und Stuhlrückenvarianten für breite Einsatzmöglichkeiten vom hochwertigen Restaurantstuhl bis zur Saalbestuhlung in kompletter Holzausführung.

Freuen Sie sich mit uns auf die „Neuen“ bei Schnieder zur Internorga in Hamburg!

Polstertrends I für Gastronomiemöbel

Polstertrends und Fertigungsmethoden früher und heute

Heute setzen Polstertrends auf aufwändige Verarbeitung

Polstertrends heute und damals – das ist ein himmelweiter Unterschied“. Uli Aulke muss es wissen, weil er schon mit 14 Jahren seine Lehre in der Polsterei der Stuhlfabrik Schnieder gemacht und arbeitet seit 47 Jahren im Unternehmen. Früher wurden Stühle in hoher Stückzahl hergestellt, hingegen überwiegen heute Bänke.

Früher war alles einfacher

„Damals war das Polstern viel einfacher: Schaumstoff drum – und fertig“, erinnert sich der Vorarbeiter der Polsterei. „Heute ist alles aufwändiger geworden: Ziernähte, Knopfheftung, aufgepolsterte Seitenlehnen und Bänke mit Armlehnen machen das Polstern sehr vielfältig. Am aufwändigsten ist eine Rautensteppung in Verbindung mit einer Knopfheftung. Auch Doppelziernähte und Wurfkissen gehören zu unserem abwechslungsreichen Alltag. Die Kunden sind anspruchsvoll geworden.“ Als besonderen Vorteil der Stuhlfabrik sieht er die maßgenaue Fertigung und den Einbau beim Kunden durch eigene Monteure. „Nur so können wir unser hohes Qualitätsniveau bis zum Endprodukt halten“.

Das Polstern ist ein vielseitiger Beruf
Uli Aulke zeigt eine Polsterbank mit Steppungen

Wandhoch gepolsterte Bänke

Früher wurden rundum Bänke in einem Gastraum angebracht, Tische reingeschoben, Stühle dazu gestellt, und schon war die Gastronomie eröffnungsreif. Das Interieur Design ist im Laufe der Jahre immer ausgefeilter geworden, und das wirkt sich natürlich auch auf die Polsterung der Möbel aus. Nicht selten fertigt die Stuhlfabrik wandhoch gepolsterte Bänke. Auch die Wirkung von Polstern als Schallschutz kommt immer mehr zum Tragen. Es gibt für diese Anwendungen besonderen Schallschutzschaum, der beispielsweise auch unter Tische montiert wird.

Nähen eines Polsters
In der Polsterei von Schnieder sitzen Männer an der Nähmaschine

Verantwortlich für die Arbeitsvorbereitung

Als Leiter der Polsterei ist Uli Aulke verantwortlich für die Arbeitsvorbereitung. Die Aufträge erhält er vom Tourenplaner und bringt sie dann in seiner Abteilung auf den Weg. Wenn ein Polster zum ersten Mal gefertigt wird, steht in der Polsterei vielleicht noch die ein oder andere ergonomische Korrektur an, damit der Stuhl den optimalen Sitzkomfort erhält.

Stofflager
Im Lager der Stuhlfabrik finden sich viele Stoffe

Trend zu weicheren Polstern

Uli Aulke beobachtet einen klaren Trend hin zu weicheren Polstern analog zum Wohnbereich: „Natürlich sind die Polster herrlich bequem, haben aber auch einen Nachteil: Der Stoff bildet schneller Falten. Besonders bei einen Naturmaterial wie Leder wirkt sich das schnell sichtbar aus. Hier ist die gute Beratung durch unsere Vertriebsmitarbeiter das
A & O.“

Knopfheftung ist wieder sehr gefragt
Rundsofa 40926 mit stilvoller Knopfheftung

 

Wie kreiert man einen Stuhl? – Aus der Produktentwicklung für Möbel

Produktentwicklung für Möbel

Der Produktentwicklung für Möbel spielt für uns eine große Rolle: Der Designer Detlef Fischer hat schon einige Möbel für Schnieder entworfen, zuletzt die Stühle Mats und Torge. Sie bestechen durch ihr puristisches Design und ihre handwerkliche Ausführung. Viele Biegeteile sind in den Stühlen verarbeitet. Die Herstellung der Sitzmöbel erfolgt wie vor 98 Jahren im Schnieder-Werk Lüdinghausen.

Stuhl Mats von Schnieder
Von hinten sieht man die A-Linie des Stuhls Mats am deutlichsten

Inspiriert durch die 60er Jahre

Inspiriert wurden die beiden Modelle durch einen 60er Jahre Stuhl: „Ich erinnere mich an ein freigestelltes Gestell und eine merkwürdig gepolsterte Sitzfläche. Der gesamte Stuhl stand sehr steil.“ Doch dieses Modell sollte nur die Kreativität des Designers anregen. Er entwarf anfangs zwei Stühle unabhängig voneinander, „bis klar wurde, dass die Stuhlfabrik Schnieder in Stuhlfamilien denkt und mit Baugruppen arbeitet, die durch verschiedene prägende Elemente eine völlig neue Aussage erhalten. Auf dieser Basis entwickelte ich die Modelle weiter“, so Detlef Fischer.

Produktentwicklung Möbel Detlef Fischer entwirft Stühle für Schnieder
Designer Detlef Fischer kreiert Stühle für Schnieder

Großes Spektrum an Fertigungsmöglichkeiten

Als Riesenvorteil erlebte er dabei die Fertigungsmöglichkeiten in Lüdinghausen. Ein langjährig erfahrener Mitarbeiter machte sich auf Basis der 1:1 Zeichnungen mittels Aufriss an die Prototypen-Fertigung. Etwa zeitgleich gingen die Modelle in die CNC-Programmierung. In dieser Zeit fand zwischen den Beteiligten eine rege Abstimmung statt. Es ging darum, ob der am PC entwickelte Stuhl noch Anpassungen erforderte. Im Team diskutierte man über Sinnhaftigkeit und Praktikabilität und fand einen Kompromiss. „Es ist immer eine Gratwanderung“, bemerkt der Designer. „Man muss etwas abgeben, aber es darf nicht so weit gehen, dass man die Designidee aus dem Auge verliert.“

Viele Biegeteile sind im Stuhl Torge verarbeitet
Stuhl Torge begeistert durch harmonische Formen

Auf die Geometrie kommt es an

Bei Mats und Torge wurden die Vordergestelle und die Stellung der Stuhlbeine angeglichen. Dann ging es natürlich auch noch um Ergonomie. Der erfahrene Möbeldesigner hat die Geometrien, wie Sitzhöhe, -winkel und -neigung fest im Hinterkopf verankert. „Ich arbeite am Rechner und kann gut mit Proportionen umgehen. Was man schwer einschätzen kann, sind Größe und tatsächliche Wirkung der Objekte. Das macht das Prototyping so spannend. Für mich ist das jedes Mal wieder ein aufregender Moment. Ich habe es in meiner langen Tätigkeit auch schon erlebt, dass ich über einen Prototyp enttäuscht war. Doch das ist zum Glück eher die Ausnahme als die Regel“.

An die konstruktiven Anforderungen denken

Denn Detlef Fischer denkt während des kreativen Prozesses auch an die konstruktiven Anforderungen: „Es mag meine Stärke sein, dass ich nicht nur in freien Formen denke, sondern dass immer die technische Umsetzung mitschwingt. Die Teile eines Stuhls müssen eine gewisse Stärke haben, sie müssen halten, und man muss sie verbinden können. Das erfordert einen höheren Aufwand in der Entwurfsphase, verkürzt aber den Weg zur Serienreife.“

Produktentwicklung Möbel Torge von Schnieder
Zeichen von Qualität: die gebogene Rückenlehne und die angewinkelten Stollen von Torge

Sechs Monate Produktentwicklung

Bei Mats und Torge dauerte die gesamte Entwicklung etwa sechs Monate: von der Idee über den Entwurf, eine Varianten-Auswahl, die Datengenerierung und das Prototyping bis zur Produktionsreife.

Produktentwicklung Möbel Gastronomiehocker 10426
Der Hocker 10426 in 65er Höhe korrespondiert mit Stuhl Mats

Passende Hocker zu Stühlen

Schnell kam bei den Kunden der Wunsch nach einem passenden Hocker in 65er Höhe, denn halbhohe Sitzgelegenheiten werden in Restaurants und Cafés immer beliebter. In diesem Zusammenhang stellte sich natürlich die Frage, was zu ändern war. Das war nicht so einfach, denn die Sitzgeometrie, Sitz- und Rückenteile sollten unverändert bleiben. Für die Hocker wurden vor allem die Stellung und Winkel der Beine optimiert und der Zargenrahmen angepasst. „Besonders gut gefallen mir diese beiden Stühle und die passenden Hocker 10426 (Mats) und 10427 (Torge), weil sie eine der Kernkompetenzen der Stuhlfabrik Schnieder herausstellen: das Biegen des Holzes. Dadurch lassen sich ganz andere Formen denken und generieren“.

Produktentwicklung Möbel Hocker aus Holz
Der Hocker 10427 wurde passend zum Stuhl Torge entwickelt

Stuhlbau macht Spaß!

Ein Interview mit Schnieder Mitarbeiter Nils Pohlmann aus dem Stuhlbau

Stuhlbau macht Spaß CNC-Fertigung
Nils Pohlmann vor dem CNC-gesteuerten Bearbeitungszentrum

Tischler im Stuhlbau bei Schnieder

Nils Pohlmann ist 22 Jahre jung, kommt aus Münster und arbeitet als Tischler im Stuhlbau der Stuhlfabrik Schnieder. Er kam bereits während seiner Ausbildung zur Stuhlfabrik Schnieder, als sein Lehrbetrieb schloss und er eine Anschlussstelle suchte. Nach der Lehre blieb er als Geselle. Seine Stärke und Leidenschaft ist die Arbeit mit und an CNC-gesteuerten Maschinen.

Was macht Dir besonders Spaß beim Bauen von Stühlen?
Es ist die Art, wie sorgsam das Holz bearbeitet wird, zum Beispiel, wenn es erst im Dampfbottich weich gemacht wird, um es dann zu biegen. Spannend finde ich auch, wie passgenau die einzelnen Teile eines Stuhls aufeinander abgestimmt und zu stoff- und formschlüssigen Verbindungen werden. Stuhlbau ist ein lebendiges Thema.

Stuhlbau macht Spaß Stuhlherstellung ist Handarbeit
Die aus der Maschine kommenden Teile werden nachbearbeitet

Was ist die spannendste Tätigkeit für Dich?
Wenn ich die Zeichnungen aus dem Büro erhalte, auf deren Basis die Programmierung für die CNC-gesteuerte Maschine erstelle. Für den Fall, dass das Design auf einem vorhandenen Stuhl aufbaut, dauert die Programmierung vielleicht zwei Stunden, bei einem komplett neuen Formteil kann es auch einen Tag oder länger dauern.

Wann sind für Dich die Teile produktionsreif?
Ich stelle vorwiegend Vorder- und Hinterzargen eines Stuhls her, ab und zu auch Kopfstücke. Natürlich überprüfe ich, ob diese Teile mit den anderen Teilen des Stuhls zusammen passen, und zwar ganz einfach, indem ich sie zusammenbaue. Eine Messuhr und eine Schiebelehre sind dabei stets im Einsatz. Bei Biegeteilen ist die Arbeit anspruchsvoller als bei geraden Teilen.

Stuhlbau macht Spaß Zapfenverbindungen für stabile Stühle
Die fertigen Teile werden zur Weiterverarbeitung gestapelt

Und wie geht es in der Produktion weiter?
Nach der Programmierung, dem Test und einem anschließenden Finetuning geht es in die Produktion mit der CNC-gesteuerten Maschine. Für eine kleine Serie von 50 Zargen brauche ich etwa eine halbe Stunde, ca. fünf bis sechs Stunden dauert es bei 500 Teilen.

schnieder.com

Stuhlherstellung in Deutschland liegt uns am Herzen!

Stuhlherstellung in Deutschland bereits seit 1918

Schnieder Gäude 1923 Lüdinghausen, Stuhlherstellung in Deutschland seit 1918
Ansicht des Firmengebäudes im Jahr 1923

Stuhlherstellung in Lüdinghausen mit Tradition

Stuhlherstellung seit 1918 in Westfalen: Als Traditionsunternehmen stehen wir zum Produktionsstandort Deutschland. Überaus häufig werden wir gefragt: Wie kann man heute überhaupt noch am Produktionsstandort Deutschland wirtschaftlich fertigen? Seit 1918 stehen wir für handwerkliche Stuhlherstellung Made in Germany. Mit einer Kombination aus langjährig erfahrenen Mitarbeitern, bei denen jeder Handgriff exakt sitzt und einem modernen Maschinenpark gelingt und das. Dabei spielt die Liebe zum Detail eine herausragende Rolle. Im Video sehen Sie, wie durch Verzapfung eine stabile Verbindung entsteht.

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