| Gastronomiemöbel seit 1918

#Schniedersitzt!

Produktentwicklung Stapelstühle

Produktentwicklung Stapelstühle – Stuhl Modelle Carl, Emil, Jakob und Erik

Echte Alleskönner

Warum dieser Aufwand in der Produktentwicklung? Weil diese Stapelstühle echte Alleskönner sind. Im Lastenheft haben wir unserem Produkt-Designer Detlef Fischer eine ganze Latte an Anforderungen geschrieben:

  • Stapelbar mit bis zu 6 Stühlen übereinander; doch damit nicht genug: Auch die Armlehnen- Stühle müssen das leisten.
  • Extrem hoher Sitzkomfort, durch hochwertige Gurtfederung bei gleichzeitig möglichst geringer Polsterhöhe.
  • Große Sitzbreite und Sitztiefe für zusätzlichen Sitzkomfort.
  • Unterschiedliche Rückenpolster und Stuhlrückenvarianten für breite Einsatzmöglichkeiten. Vom hochwertigen Restaurantstuhl bis zur Saalbestuhlung in kompletter Holzausführung.

Vom CAD-Programm an die Fräsmaschine

Nach der Programmierung, dem Test und einem anschließenden Finetuning geht es in die Produktion mit der CNC-gesteuerten Maschine.

Jeder einzelne Stapelstuhl dieser Serie besteht aus acht einzelnen Massivholzteilen. Die Herausforderung bei diesem
Entwicklungsprojekt besteht jedoch darin, dass die gesamte Stuhlfamilie aus vier Modellen, mit und ohne Armlehnen, sowie in den beiden Holzarten Eiche
oder Buche gefertigt werden.

Unsere Kunden können somit aus 16 verschiedenen Stuhl-Ausführungen wählen. Hinzu kommt dann noch die individuelle Gestaltung der Stoffbezüge oder
Leder und der 23 möglichen Standard Holzfarben.

Gehobener Sitzkomfort für viele Gelegenheiten

Von Stapelstühlen aus unserer Produktion erwarten wir, dass sie nicht nur ästhetisch, sondern vor allem im Gebrauch überzeugen.
Die Stapelstühle aus dieser Serie tun dies in mehrfacher Hinsicht:
Zum einen bieten sie mit der komfortablen Polsterung und der ergonomisch geformten Rückenlehne ein außerordentlich bequemes Sitzgefühl – und zum anderen sind sie Allrounder,
die bei vielen Anlässen für Komfort sorgen. Die Stapelstühle sind eine gute Wahl
für Kantinen oder Mensen und Cafés – aber auch bei Veranstaltungen, Tagungen, Seminaren
oder zur Saalbestuhlung bei größeren Events machen sie eine ausgezeichnete Figur.
Einer der größten Vorzüge ist die Stapelbarkeit: Werden die Stühle nicht benötigt, können sie platzsparend verstaut werden, und bei Bedarf sind sie schnell aufgebaut.

Design oder nicht sein. Die Schnieder Produktentwicklung.

Jeder, der sein Restaurant, sein Café oder sein Casino neu einrichtet, hat große Erwartungen an seine Einrichtung. Schön muss sie sein, bequem und vor allem einladend, gemütlich, einzigartig und besonders. Wir wären nicht Schnieder, wenn wir bei unserer Produktentwicklung schon damit zufrieden wären. Viele unserer Kunden richten sich mit uns nicht nur für Jahre ein, sondern oft für Jahrzehnte. Wir kennen sogar Stühle, auf denen wird nach fast einhundert Jahren noch gesessen und gefeiert.

Schnieder Produktentwicklung

Nachhaltige Produktentwicklung

Darum sehen wir in der Produktentwicklung eine große Verantwortung. Angefangen bei dem Material, das wir nachhaltig wählen und aus diesem Grund meistens auf Holz basiert. Das ist ein regionaler Werkstoff der CO2 bindet und nicht zuletzt: Wir lieben Holz, weil wir das können. Aber auch beim Beizen, Lackieren und Leimen achten wir auf Nachhaltigkeit, ebenso wie bei unseren Stoffen und Polstern.

Zu allererst ist unser Design aber das Versprechen, Einrichtungen zu schaffen, in denen sich die Gäste wohlfühlen und die schöne Stunden versprechen. Aber wir wissen auch, dass wir nicht modisch und kurzlebig sein wollen, sondern zeitlos, klassisch und modern.

Produktentwicklung Stuhlfabrik Schnieder
Schnieder Produktentwicklung, Stühle, Tische, Sessel, Hocker, Thekenstühle, Bänke.

Stabilität und Langlebigkeit

Die Form folgt der Funktion – und genau diese Funktion ist bei uns eine andere als beim Küchenstuhl zuhause. Auf unseren Möbeln wird getratscht, gegessen, gefeiert, gepoltert und geheiratet. Wer richtig feiert, der tanzt auf Tischen und Stühlen, Bänken und Hockern – wir wissen das, wir lieben das und konstruieren danach. Aber bei aller Anforderungen an Stabilität und Langlebigkeit wissen wir, dass unsere Möbel auch bewegt werden müssen – gehoben, geschoben, gestapelt und gelagert. Aus den Erfahrungen von rund einhundert Jahren, kennen wir genau die Stärken, die nötig sind und die zu viel sind. Wir wissen, welche Verbindung über Jahrzehnte hält und welche Oberfläche pflegeleicht und langlebig ist. Aber auch wenn wir schon viel Erfahrung haben, testen und probieren wir es bei jedem neuen Produkt aus. Wir belasten unsere Möbel 1000fach und stapeln sie in luftige Höhen. Erst wenn wir danach zufrieden sind, wird es ein echtes Schnieder-Möbel.

Darum dauert es oft Monate oder manchmal auch Jahre bis wir mit einem Produkt zufrieden sind und es den Weg in unser Programm findet. Und selbst da ist es nie endgültig, denn jede Einrichtung von Schnieder ist individuell für unseren Kunden gestaltet. Er bestimmt Farben, Polster und Oberflächen und gestaltet seine Einrichtung mit unseren Beratern vor Ort und unseren Innenarchitekten genauso wie er das wünscht. Selbstverständlich liefern und montieren wir mit unseren eigenen Monteuren.

Produktentwicklung Stuhlfabrik Schnieder 2019 12
Gastronomie-Stühle, Produktentwicklung, Stuhlfabrik Schnieder

Schnieder Design

Und wenn dann bei der Einweihung das Haus das erste mal voll ist, wenn getratscht, gegessen, gefeiert und vielleicht sogar auf Tischen und Stühlen getanzt wird, ist da etwas entstanden, das uns gefällt. Dann nennen wir es Schnieder Design. Schnieder sitzt!

Nachhaltigkeit

„Um Möbel aus Holz zu bauen, muss man ja Bäume fällen, wie kann das gut sein?“

Das kann es nicht nur, das ist es.

Heute und in der Zukunft wird aufgrund des Klimawandels viel Holz verfügbar sein. Zum einen durch Stürme, aber leider auch durch Trockenheit und Krankheiten. Überlässt man dieses Holz sich selbst, würde es verfaulen und damit sein gesamtes CO2 freisetzen. Trocknet man es, um es weiter zu verarbeiten, bleibt das CO2 gebunden, bei uns für Jahrzehnte. Und selbst am Ende seiner Lebenszeit kann Holz noch als Energieträger verheizt oder kompostiert werden. Jedes Holzprodukt ersetzt zudem ein Produkt aus Plastik, das schwer recycelt und gar nicht kompostiert werden kann.

Limitierte Jubiläumsedition, Stuhl 750
Nachhaltigkeit im Möbelbau, Stuhl Modell 750

Die neuen Regeln zur Nachhaltigkeit sind bei uns nicht neu, sie sind ein Selbstverständnis – seit über 100 Jahren – für uns Menschen, für das Material und besonders für die Natur.

Gastronomieeinrichtung

Gemütlichkeit nach Maß

Knallige, auffallende Farben in Form unseres Sessels Tina, gepaart mit Säulentischen aus Massivholz, machen diese Gastronomieeinrichtung zu einem echten Hingucker. Die nach Maß angefertigte Bank aus Eiche passt sich ideal dem Raum an und fügt sich in das individuelle Raumkonzept ein.

GastronomieeirnichtuCafé Extrablatt Lüdinghausen
Gastronomieeirnichtung Café Extrablatt Lüdinghausen
Sessel Tina 12518-1, Tisch 30536, Bank Maßanfertigung Grundmodell 40911
Gastronomieeinrichtung  Café Extrablatt Lüdinghausen
Inneneirnichtung Café Extrablatt Lüdinghausen
Hocker Train 10779, Stehtisch Maßanfertigung Grundmodell 30590

Verliebt in Details

Mit unseren ganzheitlichen Raumkonzepten entstehen Orte, die Atmosphäre schaffen und zum Verweilen einladen. Der maßgefertigte Stehtisch mit einer Höhe von 95 cm in Kombination mit den Hockern Train 10779 in Midi-Höhe formieren sich zu dem zentralen Punkt im Raum. Der Sessel Amadeo und die passende Bank mit Rautensteppung aus Leder runden das Bild ab. Wenn Gäste zu Stammkunden oder gar zu Freunden werden, dann haben auch wir unser Ziel erreicht – Wohlfühlen schaffen!

Einrichtung Café Extrablatt Lüdinghausen
Einrichtung Café Extrablatt Lüdinghausen
Sessel Amadeo 12506, Tisch 30536, Bank 40869 mit Rautensteppung

100 Jahre Stuhlfabrik Schnieder in Deutschland

 

„Wir kaufen schon lange keine Baumstämme mehr“

100 Jahre Stuhlfabrik Schnieder in Deutschland

Seit 1918 stellt die Stuhlfabrik Schnieder hochwertige Gastronomiemöbel Made in Germany her. Stühle, Bankanlagen, Tische, Barmöbel, Lounge- und Outdoormöbel und Accessoires werden am westfälischen Standort Lüdinghausen gefertigt. Trotz hohen Wettbewerbsdrucks aus dem Ausland hat es die Fabrik geschafft, in diesem Jahr ihr 100-jähriges Firmenjubiläum zu feiern. Wie wird man 100? Ein Interview mit Gesellschafter Reinhard Grell.

Wie schafft es ein Unternehmen in der heutigen Zeit, 100 Jahre alt zu werden?

Reinhard Grell: Zweifellos gehört eine Stuhlfabrik mit ihren Produkten zur „Old Economy“. Und doch liegen Tradition und Innovation sehr nahe beieinander. Denn wenn wir unser Programm nicht alle fünf Jahre erneuern, werden wir den 200sten Geburtstag nicht mehr erleben. Nicht viele Unternehmen der Möbelbranche werden 100 Jahre alt. Unser Erfolgsrezept besteht darin, dass wir alle Schritte vom Rohmaterial Holz über die Fertigung und den Vertrieb bis zur Montage beim Kunden in der Hand haben. Heute sind wir zwar kein Familienunternehmen mehr, aber wir verstehen uns aus der Tradition heraus als solches. Das gilt insbesondere für unsere Mitarbeiter, die mit Herzblut bei der Arbeit sind. Pflichtbewusstsein und konservative Werte prägen uns sowohl in der Produktion als auch bei Entscheidungen in der Geschäftsführung. Ideal ist es, wenn Investitionen aus dem Cash-Flow kommen.

Zentrale Erfolgsfaktoren sind aber auch die Leidenschaft und das fachliche Know-how – für den Werkstoff, die Gestaltung und auch die wirtschaftliche Komponente. Wir haben den Vorteil, dass wir das fachliche Wissen für Produktentwicklung, Controlling und Vertrieb durch die Gesellschafter Christian Hugot, Michael Merten und meine Person im Gesellschafterkreis vereint haben. Viele mittelständische Unternehmen glauben, sie können alles alleine. Wir holen uns bei Bedarf fachliches Know-how von außen dazu, denn neue Impulse sind enorm wichtig für unsere Weiterentwicklung.

 

Wer gehört zu Ihrem Kundenkreis?

Reinhard Grell: Wir sind überall präsent, wo gesessen und gegessen wird – von der Kantine bis zum Sterne-Restaurant. Zu unseren Kunden gehören Unternehmen, die die Verlässlichkeit sowie die Qualität unserer Produkte schätzen. Oft sind es Familienunternehmen, die den hohen Qualitätsanspruch mit uns teilen. Der Anteil unserer Stammkunden liegt nicht umsonst bei 80%. Das hat aber auch mit den Vertriebsmitarbeitern zu tun, die ihre Einrichtungsberatung ganzheitlich sehen und den Kunden Tipps zur Gestaltung des Bodens und der Wände geben, auch wenn es nicht ihre Kernaufgabe ist.

Unsere Vertriebsmannschaft Familienfest
Familienfest 100 Jahre Stuhlfabrik Schnieder, unsere Vertriebsmannschaft

Wir positioniert sich Ihr Unternehmen im Markt?

Reinhard Grell: Nach vielen Unternehmensschließungen in den vergangenen Jahren und insbesondere in 2017 müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass wir in unserem Marktsegment als Hersteller in Deutschland vermutlich alleine sind. Es gibt noch einige kleine Unternehmen, mit denen wir in Kontakt stehen, doch nach oben ist die Luft dünn geworden.

Die Möbelproduktion ist sehr personalintensiv, und die Stuhlherstellung ist dabei die personalintensivste Fertigung. Im Laufe der Jahre haben wir in moderne Technik investiert, was nicht zu einem Abbau, sondern zu einem Ausbau der Belegschaft geführt hat. Die Mitarbeiter werden nur anders eingesetzt, nicht mehr an der Schleifmaschine, sondern am PC zur Programmierung. Natürlich setzen wir uns mit dem Thema Industrie 4.0 auseinander. Den 3-D-Holzdruck gibt es bereits. Doch wenn wir irgendwann nur noch Daten und keine Ware mehr verschicken, sollten wir uns anders orientieren. Derzeit erleben wir eine Renaissance des Holzstuhls. Generell entscheiden sich die Deutschen eher für ein Sitzmöbel aus Holz als aus Plastik oder Stahlrohr. Daher werden wir uns weiterhin auf die Fertigung von Holzstühlen konzentrieren.

 

Wer ist Ihr Wettbewerb?

Reinhard Grell: Generell sind die Kunden heute viel besser informiert als vor 30 Jahren. Über soziale Medien und das Internet gilt es heutzutage, sich Informationen und Preise einzuholen, ohne sich direkt an einen Händler oder Hersteller zu wenden. Es gibt auch gute Hersteller im Ausland, wie Polen und Tschechien, die zweifellos ihr Handwerk verstehen.

 

Dennoch tut sich der Möbelhandel immer noch schwer über das Internet. Denn spezielle Fragen nach der Kompatibilität von Stuhl- und Tischhöhe, Härtegraden von Polstern oder Sonderbezügen bleiben meist unbeantwortet. Zudem lässt sich die Bequemlichkeit eines Stuhls nicht digital erfassen. Unsere Stärke ist, dass wir ganze Einrichtungskonzepte in Abstimmung mit dem Innenausbauer, Architekten oder Ladenbauer anbieten.

 

Welchen Veränderungen muss sich Ihr Unternehmen stellen?

Reinhard Grell: Gesessen wird immer. Daher werden wir auch noch in 20 Jahren Stühle bauen. Aber die Arbeit hat sich verändert und wird sich noch mehr wandeln. Früher wurden die Vertriebsmitarbeiter an ihren gefahrenen Kilometern gemessen. Das hat sich inzwischen drastisch reduziert. Die Produktion wird zunehmend über Computer gesteuert. Wir kaufen auch schon lange keine Baumstämme mehr ein, sondern direkt zu verarbeitende Schnitthölzer. Die Berufsbilder werden sich sicher noch stärker verändern. Vielleicht sind in 20 Jahren weniger Mitarbeiter in der Fertigung, dafür mehr am Rechner tätig. Dadurch können wir wiederum jungen Menschen interessante Perspektiven bieten. Wir brauchen junge, engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aber auch Ingenieure und Ingenieurinnen, um die Aufgaben der Zukunft anzugehen, denn vor uns liegen große Herausforderungen.

CNC Produktion Stühle Hocker
Stuhlfabrik Schnieder Produktion Stühle und Hocker

Perfekte Funktion: Gastronomiesessel Erik

Komfortabel sitzen und bei Bedarf hochstapeln – mit dem Sessel Erik

Der Sessel Erik bietet hohen Sitzkomfort und lässt sich platzsparend stapeln. Das schlicht gearbeitete Stuhlgestell besteht aus Buchen- oder Eichenholz. Eine komplette Überpolsterung des Sitzrahmens und der Rückenlehne lassen lange gemütliche Abende zu. Die Armlehnen sind nicht nur praktisch, sondern unterstützen das moderne Design. Erik dient gerne als Restaurant – oder Hotelstuhl. Auch für die Saalbestuhlung ist das stapelbare Format ideal.

Der Sessel Erik – gehobenes Design für Ihre Gastronomie

Mit dem Sessel Erik geben Sie der Ausstattung Ihres Hotels oder Ihres Restaurants den letzten Schliff. Der Sessel zeigt sich von seiner designstarken Seite und ist zudem praktisch. Benötigen Sie weniger Bestuhlung, stapeln Sie die Sessel einfach übereinander und stellen die Stapel zur Seite.
Wahlweise ist der Sessel Erik in Buche- oder Eichenholz erhältlich. Der Sessel Erik schmiegt sich perfekt in Ihr vorhandenes Ambiente ein und lässt andere Stühle blass aussehen.

Massivholzsessel
Reizvolles Detail: abgewinkelte Armlehnen aus Massivholz

 

Gastronomiestuhl Made in Germany
Der passende Stuhl 11793 Stuhl Erik

Eiche oder Buche im Stuhlbau?

Stuhlbau: Klassiker versus Trendsetter

Die Buche ist das klassische Holz im Stuhlbau, weil sie viele Vorteile bietet: Sie ist in hoher Anzahl in heimischen Forsten verfügbar. Zusätzlich sind ihre Härte, Dichte und Struktur prädestiniert für den Gestellbau.

Stuhlbau Buche
Schnieder Stuhl Joris mit Buchengestell

Ebenmäßig oder zerstreutporiges Holz

Im Gegensatz zur Eiche ist die Buche ein zerstreutporiges Holz. Innerhalb des Jahrrings sind dichte und weniger dichte Strukturen gleichmäßig verteilt. Deshalb ist das Erscheinungsbild sehr ebenmäßig. Von daher sind auch feine Fräsarbeiten und saubere Schleifarbeiten bei der Buche kein Problem. Sehr dankbar verhält sich das Holz beim Einfärben in Kirschbaum oder Nussbaum. Aufgrund ihrer gleichmäßigen Struktur eignet sich die Buche auch hervorragend zum Biegen, beispielsweise für Stuhlrücken oder Armlehnen.

Hocker Barhocker Polsterhocker
Buche lässt sich exzellent einfärben – hier der Barstuhl 10656

Lebhafte Holzbilder bei der Eiche

In den letzten zehn Jahren ist die Eiche zum Trendholz im Möbelbau avanciert. Die Stuhlfabrik Schnieder baut heute 80 Prozent der Gastronomiestühle aus Eichenholz. Durch ihre lebhafte Struktur ist die Eiche nicht nur im Stuhlbau, sondern auch für Tischplatten sehr beliebt. Gebürstete Eiche-Oberflächen haben eine wunderbare Haptik. Wegen ihres Jahrringaufbaus mit Früh- und Spätholz wechseln sich verschiedene Dichten ab. Beim Einfärben kommt es so zu prägnanten Holzbildern.

Eiche Stuhlbau Trendholz
Stuhl Anne mit Sitzschale und Gestell aus Eiche

Spezielles Know-how in der Fertigung gefragt

Doch die Eiche fordert eine hohe Aufmerksamkeit in der Fertigung: Sie hat so genannte Holzstrahlen, die beispielsweise im Stuhlbau unerwünschte Bruchstellen bilden können. Um Eiche in hoher Qualität zu Stühlen zu verarbeiten, ist ein besonderes Know-how gefragt. Das fängt bereits bei der Produktentwicklung an und setzt sich bis in die Konstruktion fort. Bei Schnieder werden zusätzlich neue Stuhlmodelle in der Stuhlprüfmaschine einem Belastungstest unterzogen.

Sessel Carl Eiche massiv stapelbar
Sessel Carl mit massivem Eichengestell

Beim Stuhlkauf nach Belastungstest fragen

Für den Kunden ist es von außen nicht sichtbar, ob ein Eichenstuhl fachgerecht konstruiert wurde. Aber er kann im Verkaufsgespräch fragen, ob der Stuhl zum Beispiel nach DIN EN 1728 getestet wurde. Bei Schnieder werden in einer speziellen Vorrichtung je 100.000-mal die Sitzfläche eines Stuhls mit einem Gewicht von 100 Kilogramm und der Rücken mit einem Gewicht von 30 Kilogramm belastet. Nur wenn der Stuhl diesen Test besteht, wird er zum Verkauf frei gegeben.

Schöne Haptik durch gebürstete Holzoberflächen

Gebürstete Holzoberflächen geben Tischplatten Struktur

Gebürstete Holzoberflächen sind nicht nur optisch reizvoll, sondern besitzen ebenso eine wundervolle Haptik. Das Bürsten hebt die Struktur des Holzes besonders hervor. Auf diese Weise kommt die Natürlichkeit des Werkstoffs optimal zum Tragen. Dies geschieht mittels sehr harter Kunststoff-Bürsten.

Bürste für Holz gebürstete Holzoberflächen
Harte, rotierende Kunststoff-Bürsten entfernen die weichen Holzanteile

Durch die Bearbeitung wird der weiche Anteil des Jahrrings herausgebürstet. Besonders gut eignen sich für gebürstete Holzoberflächen ringporige Hölzer, wie Eiche oder Esche, weil sie unterschiedlich harte Jahrring-Anteile besitzen. Nicht geeignet ist die Buche aufgrund ihrer ebenmäßigen Struktur.

Gebürstete Holzoberflächen
Unsere Outdoor-Lounge Sofas 40983 haben gebürstete Oberflächen

Vor allem bei größeren Flächen betont das Bürsten die lebendige Struktur  des Holzes. Gebürstete Oberflächen kommen daher vor allem bei Tischplatten, Raumteilern oder den Schnieder Outdoor-Lounge-Möbeln aus österreichischer Gebirgstanne besonders gut zur Geltung. Zusätzliche Bearbeitungsspuren oder die Verwendung von Kernholz mit einer interessanten Maserung gestalten die Oberfläche noch reizvoller.

Gebürstete Holzoberflächen haben besonderen Charme
Gebürstete Tischplatten wirken nicht nur natürlich, sondern fühlen sich auch gut an

Möbelproduktion zum Anfassen

Neuer Stuhl aus der Möbelproduktion in Lüdinghausen

So sieht Möbelproduktion hautnah aus: Mittwoch 15.03.2017, noch zwei Werktage bis zur Internorga 2017 in Hamburg. Wie so häufig gilt der letzte Gang nach einem langen Bürotag der Produktion. Ein abschließender Blick auf die Möbelproduktion des Tages. Immer wieder spannend sind die unterschiedlichsten Kundenwünsche bei der Modellwahl, genauso wie bei der Wahl der Bezüge für Gastronomiestühle und Sessel. Hier noch ein prüfender Blick, dort noch mal mit dem Handrücken über die stumpfmatte Oberfläche gefühlt, es fühlt sich an wie unbehandeltes Holz, auf feinste glatt geschliffen. So kann der Gastronomiestuhl „Torge“ morgen an den Kunden raus gehen.

Rotierende Schleiftrommeln

Doch was sind das für Geräusche aus den weiteren Hallen? Der Maschinenraum ist noch hell erleuchtet. Die Durchlaufkopierfräse übertönt alle weiteren Maschinen. Schleiftrommeln rotieren, CNC-gesteuerte Portalfräsen winden sich mit ihrem Aggregat um die fest aufgespannten Werkstücke. „Das waren noch Zeiten in der Möbelproduktion, als aus dem Vierseitenhobel die rechtwinkligen Stuhlzargen nahezu endbearbeitet herauskamen. Zwei stirnseitig angefräste Rundzapfen, angeschlagen an dem doppelseitigen Zapfenfräser, waren der zweite und zugleich letzte Arbeitsgang vor dem Verleimen“ klärt mich der Maschinenführer belehrend auf. „An diesem neuen Modell, das wir auf der Internorga zeigen, ist ja keine parallele Seite, keine Kante steht im rechten Winkel, keine Bohrung gleicht der anderen.“

Handwerkliche Möbelproduktion, Gastronomieeinrichtung
Stabile Zapfenverbindungen

Vom CAD-Programm an die Fräsmaschine

Dabei blättert er in den überdimensionalen Zeichnungen, die alle Einzelteile in dem Maßstab 1:1 zeigen. Trotz der digitalen Übertragung von dem CAD-Programm direkt an die moderne Fräsmaschine sind bei derart großen Projekten Zeichnungen unerlässlich. Sonst verliert man bei der Vielzahl der Einzelteile schnell die Übersicht. Dabei besteht jeder einzelne Stuhl der neuen Serie nur aus acht einzelnen Massivholzteilen. Die Herausforderung bei diesem Entwicklungsprojekt besteht jedoch darin, dass die gesamte Stuhlfamilie aus vier Modellen, mit und ohne Armlehnen, sowie in den beiden Holzarten Eiche oder Buche gefertigt werden.

Unsere Kunden können somit aus 16 verschiedenen Ausführungen wählen. Hinzu kommt dann noch die individuelle Gestaltung der Stoffbezüge und der Holzfarbe.

Möbelproduktion handwerkliche Verbindungen Stuhl, Gastronomieeinrichtung
Die Stühle werden in handwerklicher Tradition gefertigt und sind dadurch äußerst stabil

Echte Alleskönner

Warum dieser Aufwand in der Möbelproduktion? Weil die „Neuen“ echte Alleskönner sind. Im Lastenheft haben wir unserem Designer Detlef Fischer eine ganze Latte an Anforderungen geschrieben:

  • Stapelbar mit bis zu 6 Stühlen übereinander; doch damit nicht genug: Auch die Armlehnensessel müssen das leisten.
  • Extrem hoher Sitzkomfort, durch hochwertige Gurtfederung bei gleichzeitig möglichst geringer Polsterhöhe.
  • Große Sitzbreite und Sitztiefe für zusätzlichen Sitzkomfort.
  • Unterschiedliche Rückenpolster und Stuhlrückenvarianten für breite Einsatzmöglichkeiten vom hochwertigen Restaurantstuhl bis zur Saalbestuhlung in kompletter Holzausführung.

Freuen Sie sich mit uns auf die „Neuen“ bei Schnieder zur Internorga in Hamburg!

HPL – alles andere als Billigplastik

HPL ist sehr belastbar

„Wenn wir uns mit HPL auseinandersetzen, müssen wir zuvor mit der Mär aufräumen, dass es sich bei dem Werkstoff um einen minderwertigen Kunststoff handelt“, konstatiert Prof. Reinhard Grell, Dekan an der Hochschule OWL und Gesellschafter der Stuhlfabrik Schnieder. HPL-Oberflächen kommen oft bei Tischen in hochfrequentierten gastronomischen Bereichen zum Einsatz. Eine heiße Kaffeetasse oder ein Teller aus der Mikrowelle ist für HPL kein Problem, da es unempfindlich gegen hohe Temperaturen ist. Es ist ein sehr pflegeleichtes, robustes und genügsames Material, welches sich einfach mit einem feuchten Lappen abwischen lässt. Dabei ist es allen Unkenrufen zum Trotz weder Plastik noch PVC. Die Grundsubstanz ist Papier und somit ein Produkt, welches letztlich aus Holz gewonnen wird.

HPL Oberfläche Optik wie Eiche
Klassische Eiche Oberfläche. Foto: Swiss Krono AG

Ab ins Harzbad!

Das Papier wird digital bedruckt, was nahezu unendliche Möglichkeiten hinsichtlich der Dekore eröffnet. Meist sind es Holznachahmungen. Der Digitaldruck gibt dem Motiv die angestrebte Tiefe. Anschließend gehen mehrere Lagen des Papiers „baden“. Sie werden durch ein Melamin-Harzbad gezogen. Danach wird das geharzte Papier gepresst. Als Overlay erhält es eine Lackschicht. Anschließend kommt es in eine große Presse mit einem Prägeblech. Dabei erhält es genau die passende, fühlbare Struktur zum Holzdekor, einschließlich Jahresringen, Astlöchern und mehr. In den letzten Jahren sind die Holzimitate immer präziser herausgearbeitet worden, so dass Sie schon fast echter aussehen als Echtholz.

HPL wie echt sägerau
Täuschend echt: Eiche in Sägeschnitt-Optik. Foto: Swiss Krono AG

Perfekt bis zur Kante

Durch das Melaminharz wird das Material sehr unempfindlich. Das einzige Problem sind die Kanten, die durch ihre Härte schnell brechen können. Deshalb verwendet man aufgeklebte Kanten aus ABS, die mit einem Klebstoff verarbeitet werden, der feuchte- und temperaturbeständig ist. So hat Feuchtigkeit unterhalb der Tischoberfläche keine Chance. Eine wertige Alternative ist die Verwendung einer Multiplex-Platte als Trägermaterial, die eine natürlich schöne Kante hat. Eine zweite Alternative ist die Verwendung eines massiven Anleimers.

Buche Optik HPL
Oberfläche Buche weiß. Foto: Swiss Krono AG

Eine Lanze für HPL brechen

„Es wird dem Material HPL nicht gerecht, wenn man es als minderwertigen Holzersatz bezeichnet“, resümiert Prof. Reinhard Grell. Die Einsatzmöglichkeiten von HPL Tischplatten sind unendlich, und Grell sieht keinen Grund, HPL nicht auch in der gehobenen Gastronomie einzusetzen. Aber es gibt auch Orte, die man meiden sollte: eine Strandbar zum Beispiel. Hier würde der Sand dauerhaft der Oberfläche schaden.

Eiche HPL
Oberfläche Eiche mit weißlichen Strukturen. Foto: Swiss Krono AG

Neue HPL-Kollektion 2017

In der Schnieder HPL-Kollektion 2017 wird es neue Farbtöne geben. Neben den Klassikern, die zu den Farben der Holzstühle passen, werden viele Dekore im Used Look verfügbar sein. Bei der Imitation von Holzarten bleibt die aufgehellte Eiche ganz klar der Renner.

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